Berlin Coffee Festival 2019

Berlin Coffee Festival 2019, Berlin Batch und warum wir nicht teilgenommen haben.

 

Im Oktober, diesmal und zwar in der Pfingstwoche, fand der berliner Coffee Festival statt. Mit insgesamt, weniger Ausstellern aber nicht weniger interessant.

Wie gewohnt in der Markthalle Neun. Leider aber zum letzten Mal, da der Platz dort langsam zu eng wird. Kein Wunder bei der Fülle der richtig guten Kaffees….

Wir haben den Abend davor aufgebaut, und fanden den uns zugeteilten Platz super. Richtig schön beleuchtet und hell, gleich am Eingang links 🙂

Wie jedes Jahr hatten wir unseren eigenen Stand. Gearbeitet haben wir mit einer La Marzzocco Mini und Kalita Filterkaffee, diesmal waren wir in einer Mannschaftstärke von sechs Leuten anwesend, was einiges einfacher machte!

Wie jedes Jahr waren sehr viele Kaffeeinteressierte Besucher da, die sich gerne mit uns ausgetauscht haben. Es wurde auch diesmal viel Kritik gegenüber hell gerösteten Kaffees geäußert. Viele waren froh zu wissen, dass wir noch Robusta verwenden und einen „klassischen“ Espresso anbieten können, weshalb sie gerne und auch länger an unserem Stand geblieben sind.

So gut wie jeder KAWA Mitarbeiter war in Gespräche vertieft. Nach dem Tag war es entsprechend still im KAWA Haus. Unsere neuen Mitarbeiter waren begeistert und genauso wie wir vom Festival geflesht. Das hallte noch einige Tage nach. Wir möchten uns somit also herzlich bei den Veranstaltern und den Besuchern für den tollen Tag bedanken.

Das Festival stand unter dem Motto, Transparenz und Fairness. Die Veranstalter wollten gerne über die Preise der Produzenten und die Verkaufspreise reden. Dafür wurde ein spezieller Kaffee ausgesucht, der Costa Rica eines Farmers, der auch anwesend war, ausgesucht. Die Preise wurden offengelegt. An sich eine tolle Idee!

Der Kunde kann anhand eines so gut durchdachten und durchkalkulierten Projekts besser verstehen und nachvollziehen in welcher Branche wir uns hier bewegen.

Viele Röstereien haben teilgenommen und die Rohbohnen bestellt und nach ihrem „Rezept“ geröstet und anschließend mit einer offenen Kalkulation verkauft. Das wurde dann Marketingtechnisch auf unterschiedlichen Plattformen und in Medien beworben. Sogar zum Tag des Kaffees bei RBB im Fernsehen.

Als wir das erste Mal von dem Projekt hörten, waren wir begeistert und unser erster Gedanke war, jap – Da machen wir definitiv mit!

Wir als Kleinröster hatten jedoch, wiedererwartet einen entscheidenden Nachteil, kleines Budget und kleine Lagerräume. Wir stellen uns das so vor, dass der Kaffee bereits hier in Berlin beim Importeur liegt, um die breite Masse zu erreichen, so dass jeder mitmachen kann und die Sache sehr groß wird! Wir haben uns geirrt, es war bestellbar zu einem für den Bauern fairen Preis aber keinen fairen für einen Kleinröster. Es hätte aus der UK geliefert werden müssen, was nicht nur enorme Kosten, sondern für die Umwelt eine Katastrophe bedeuten würde, wenn man bedenke wir hätten nur einen Sack bestellt. Diese Kosten müssten wir auf den Röstkaffee draufpacken und den Kaffee damit „unbezahlbar“ für unsere Kunden gemacht und einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil bedeuten würde. Schade, denn die Wirkung wäre noch viel größer, wenn jeder einen Zugang hätte.

Vielleicht als Feedback, tolle Idee nur vielleicht, wenn so ein größeres Projekt ansteht, den Kaffee bereits nach Berlin liefern lassen und verteilen oder über die großen vermögenden Röstereien bestellen und dann bei Bedarf an kleinere etwas abgeben? Ist ja für eine gute Sache. Vielleicht beim nächsten Mal! 🙂

Wir sind zufrieden und super gerne beim nächsten Mal wieder dabei!

Bis bald auf ein Käffchen,

eure Pati

 

 

Video zum BCF 2019 Danke @Tatjana Schenk

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